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Ungewollte Planänderung
Blogeintrag vom 21.02.18

Ein Studium nach Plan? Nicht in Ecuador. Ich merke immer wieder, wie hier die Dinge anders....

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Ungewollte Planänderung

Blogeintrag vom 21.Februar 2018

Ein Studium nach Plan? Nicht in Ecuador. Ich merke immer wieder, wie hier die Dinge anders funktionieren als in Deutschland. Eigentlich wollte ich die letzten Tage vor meinem Heimatbesuch zu Clemente reisen und ein Abschluss-Video drehen. Leider muss das erstmal ins Wasser fallen, da es doch noch keinen Abschluss zu feiern geben wird. Mir ist das fast schon peinlich, ich kommuniziere an die Spender, dass Ende Februar alles vorbei ist, und dann die folgende Nachricht von Clemente. Aber Ecuador ist einfach unberechenbar.

Es fehlen immer noch einige Abgaben, die für die Bachelorarbeit nötig sind. Schuld für die fehlende Organisation hat wohl der Direktor der „Sede Macas” (Campus der Universidad de Cuenca in Macas), der mit dem Direktor des Hauptsitzes in Cuenca im Clinch liegt. Ersterer hätte sich nicht genügend gekümmert im Sinne einer vernünftigen Zeitplanung aller Kurse, sodass die Studenten schlicht und ergreifend noch nicht mit allem fertig sein konnten, das nach dem offiziellen Plan aus Cuenca aber längst hätten sein sollten. Studenten und Direktoren haben sich auf einen Kompromiss geeinigt: Die Studenten bekommen weitere drei Monate ab März Zeit für alle fehlenden Abgaben und die Tesis. Diese drei Monate fallen keine Studiengebühren an. Sollten es die Studenten nicht innerhalb dieser Zeit schaffen, bekommen sie noch einmal drei Monate Aufschub, die dann aber wieder bezahlt werden müssen.

Clemente muss in diesen drei Monaten folgendes schaffen, um nicht noch einmal verlängern zu müssen:

Clemente macht sich ein wenig Sorgen, da es sehr wenig Zeit für seine Bachelorarbeit ist. Immerhin wird er ein wenig mehr Zeit haben zu arbeiten nebenher, weil er keine regulären Kurse mehr besuchen muss.

Was ist nun mein Aufruf an die Spender? Obwohl die drei Monate März, April und Mai kostenlos sind, geben weiterlaufende Daueraufträge etwas Sicherheit. Ich werde je nach Spendenaufkommen diese drei Monate ein Minimum an ihn auszahlen (Essen und Miete) und darüber Hinausgehendes für den Fall sparen, dass er noch etwas Zeit anhängen muss. Weiterhin informiere ich Sie/Euch natürlich über seine Fortschritte und den Stand der Dinge. Hoffen wir nur, dass dies die letzte Planänderung war.

Also: ich bitte freundlichst darum, die Daueraufträge NOCH NICHT einzustellen und einmalige Spenden sind auch weiterhin erwünscht. Dafür werde ich mir ein großes Dankeschön mit Clemente zusammen ausdenken.


Krönender Abschluss

Blogeintrag November 2017

Kein Benefiz-Verkauf aber größere Spenden

Auf die Anzeigen hin in zwei Zeitungen in Wuppertal und Solingen wurde noch kein Bild verkauft. Allerdings gab es ein paar größere Spenden. Ich kann es noch selbst kaum glauben, aber das Spendenziel wurde fast erreicht. Sofern die regulären Spenden gleich bleiben, fehlen voraussichtlich nur noch 300 Euro bis zum Ende seines Studiums!! Ich bin so dankbar für die viele Unterstützung und so viel Großzügigkeit!

Bachelorarbeit und ein Ausflug als krönender Abschluss

Ich habe mit ihm noch einmal über Skype gesprochen. Da ich nun selbst in Ecuador bin, war sogar die Verbindung gut und wie konnten entspannt miteinander sprechen. Hier zusammengefasst, was er mir gesagt hat:

„Jetzt die Tage fangen die Vierteljahrs-Examen an. Außerdem habe ich nun ein Thema für meine Abschlussarbeit. Es muss nur noch anerkannt werden. Mein Thema ist „Die Auswirkungen von Technologie-Nutzung auf Kleingewerbe in Macas”. Die letzen Kurse gehen bis Ende Februar, danach haben wir noch drei Monate Zeit, unsere Bachelorarbeit zu beenden. Eine Semestergebühr ist dann aber nicht mehr fällig. Wenn ich fertig bin, möchte ich dich gerne mal zum Essen einladen, ich bin dir sehr dankbar für deine Unterstützung!

Wie jedes Jahr im Dezember fahren wir als Kurs in ein Dorf und organisieren dort eine Weihnachtsfeier für solche Kinder, die aus armen Familien kommen. Da es dieses Jahr die letzte Feier sein wird, haben meine Kommilitonen vorgeschlagen, am 15. Dezember in mein Heimatdorf zu fahren. Für meine Mitstudenten wäre es das erste mal so tief im Dschungel. Alle waren einverstanden, sodass wir nun mit meinen 6 Kommilitonen und 3 Professoren zum Abschluss die Weihnachtsfeier bei mir zu Hause durchführen. Das ist schön, aber auch schwierig, weil in meinem Dorf sehr viele Kinder wohnen. Wir haben uns also geeinigt, pro Person 60 Dollar beizutragen, um Süßigkeitentüten für jedes Kind, etwas Kleidung oder andere nützliche Geschenke zu kaufen und die Feier dort zu realisieren. Vielleicht kannst du die Spender fragen, ob sie zu diesem Weihnachtsfest eine Kleinigkeit extra beitragen wollen?”

Liebe Spender, das mache ich nun hiermit: jeder Euro, der nun gespendet wird, verringert die 300 Euro die fehlen. Ich kann ihm kein Extrageld für die Weihnachtsfeier versprechen, solange sein eigenes Studium nicht bis zum Ende gesichert ist. Alles, was allerdings über die 300 hinausgeht, ist für die Weihnachtsfeier in seinem Dorf. Vielleicht schaffen wir das ja noch diesen Monat?

Das Ziel ist greifbar! Eine frohe Winterzeit und noch einmal DANKE!


Auf der Zielgraden!

Blogeintrag vom 21.09.17

Nur noch ein reguläres Semester

Dieses Semester wird das letzte reguläre Studiensemester von Clemente sein! Entweder schreibt er schon dieses Semester seine Abschlussarbeit, allerdings muss er noch Kurse und Hausarbeiten nachholen und vier normale Studienfächer belegten, oder aber im nächsten Semester. Er sagte zu mir: "Ich bin bis oben hin voll mit Arbeit, das wird hart."

Finanzen nicht gesichert

Im Durchschnitt, mit allen Studiengebühren, Materialien und unvorhersehbaren Ausgaben, benötigt Clemente momentan 450 Euro. Abzüglich der regelmäßigen Spenden (ca. 210 Euro monatlich) fehlen also monatlich 240 Euro, auf das letzte Semester (5 verbleibende Monate bis Ende Februar 2018) gerechnet wären das 1200 Euro insgesamt. Falls er seine Bachelorarbeit im nächsten Semester schreibt, wird er noch einmal die Studiengebühr bezahlen müssen, allerdings auch Zeit zum Arbeiten haben. Die Ausgaben dann sind noch schwer abzuschätzen. Auf jeden Fall werde ich aber eventuelle Überschüsse aus den Spenden als "Überbrückungsgeld" ins Arbeitsleben an Clemente auszahlen.

Benefizverkauf

Um den Abschluss des Projektes nicht zu gefährden, wird die Siebdruckerei b2 ausgewählte Kunst-Siebdrucke zu einem vergünstigten Preis verkaufen. 40% des Verkaufspreises werden in das Clemente-Projekt fließen. Hier geht’s zum Benefizverkauf




Nur noch ein Jahr!

Blogeintrag vom 04.08.16

Es ist unglaublich. Clemente hat das 6. Semester erfolgreich gemeistert und das trotz Rückschlägen und schwierigen Umständen im vergangenen halben Jahr wie dem abermaligen Einbruch in sein Zimmer, Krankheit oder das Fehlen eines Laptops...

Für eine ausführliche Zusammenfassung des Semesters, Clementes Uni-Projekten etc. gehe bitte zum Blogbeitrag auf betterplace.org. Danke!




Der Beginn des zweiten Studienjahres

Blogeintrag vom 09.04.15
Clemente mit seinen Kommilitonen in der Uni
Clemente mit seinen Kommilitonen in der Uni

Erfolg! Besser kann ich es garnicht beschreiben, dass Clemente alle Klausuren des dritten Semesters bestanden hat - zwei in der Nachprüfung - und nun im vierten Semester studiert. Ich bin so stolz auf ihn, dass er es so lange durchgehalten hat und immer noch voller Motivation ist.

Ich beobachte etwas seinen facebook-Account. Er schreibt viel im Sinne von "Nur wer hart arbeitet und auch aus Niederlagen lernt, wird am Ende triumphieren". Dieser leicht pathetische Ton ist den Shuar eigen, ja, das Schöne ist nur, dass bei ihm wirklich etwas dahinter steckt.

In jedem Gespräch kommt raus, dass er es nicht leicht hat. Aber er begreift dieses Studium als die Chance seines Lebens. Und das ist es auch.

Seine Noten der Abschlussprüfungen sind Folgende:

Ich finde, da kann man nur gratulieren. Und ihn weiter unterstützen. Leider wird es mit den Spenden letzte Zeit etwas eng. Vor allem die Semestergebühren haben es erschwert.

Ich werde Plakate drucken und aufhängen, und versuchen, wieder etwas mehr Werbung zu machen. Vielleicht hat der ein oder andere von Euch ja auch noch einen Tipp in petto, wo ich das Projekt ein bisschen bekannter machen könnte? Schreibt mir gerne.




„Das Schwierigste habe ich ja eigentlich hinter mir!“

Blogeintrag vom 02.11.14
Spruch Albert Einstein
Sieh das Studium nie als Pflicht, sondern als Gelegenheit in die schöne und wunderbare Welt des Wissens einzutauchen.

Das erklärte Clemente mir vor ein paar Tagen über Video-Anruf. Die ersten Semester seien ja eigentlich die Schwierigsten, weil man sich da erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen muss. Sozusagen an den ‚Schock’ der deutlich höheren Anforderungen als in der Schule. Ich bewundere ihn für diese Einstellung, wobei er mir auch berichtet, dass das dritte Semester sehr viel anspruchsvoller sei als die Semester davor. Ich erinnere mich, dass er mir von einem halben Jahr sagte, dass seine Kommilitonen und er sich für neue und bessere Professoren beim Rektorat einsetzen würden. Jetzt haben sie die bekommen, alle Dozenten müssen ab jetzt einen Master-Abschluss haben. Was heißt das für Clemente? Ein größerer Fokus auf wissenschaftliche Arbeiten und Forschung, mehr Gruppenarbeiten und Aufgaben, die im Internet erledigt werden müssen. Das Niveau sei insgesamt deutlich gestiegen.

'Second Hand' als Fallstudie

Viele Ereignisse stehen in der nächsten Zeit an. Unter anderem die 'casa abierta' (der Tag der offenen Tür) der Universität. Dafür nimmt Clemente mit seinen Mitstudenten an einem Wettbewerb teil, für den 150 Dollar Gewinn ausgeschrieben sind. Das Thema ist 'Second Hand', dafür werden sie sogar eine Art kleinen Laden eröffnen und eine Präsentation über ihr Experiment erstellen. Second-Hand-Läden gibt es in der Region noch gar nicht, das Thema soll die Jury überraschen. Die Jury sind alle interessierten Personen und ‚autoridades’ (Autoritäten) wie zum Beispiel der Bürgermeister. Also heißt es Daumen drücken!

Während eines Video-Gesprächs mit Clemente
Während unseres Video-Gesprächs

Geldangelegenheiten

Außerdem wird in Ecuador am 23. November der 'día de economístas' begangen, ein Gedenktag für Personen aus der Wirtschaft. Dafür mietet der Fachbereich extra einen Raum um diesen Tag zu feiern. Jeder Student muss 20 Dollar beisteuern. Außerdem wird es zu Weihnachten eine Spendenaktion für Kinder aus den indigenen Dörfern geben. Alle Studenten müssen sich beteiligen. Das ist für Clemente keine Kleinigkeit, er braucht ja selbst jeden Cent. Als 'indígena' (Indigener vom Volk der Shuar) ist er eine Seltenheit an der Universität. Er hängt es jedoch nicht an die große Glocke, dass er ein Stipendium aus Deutschland hat. Besser so.



Neues Semester - Neue Herausforderungen

Blogeintrag vom 15.04.14

Clemente hat alle Klausuren bestanden - zwei beim zweiten Versuch - und studiert bereits im zweiten Semester. Ich persönlich habe wirklich mitgefiebert, ob er alles so hinbekommt. Jetzt hat sich meine Motivation, ihn zu unterstützen, noch einmal bestätigt: Er schafft das. Weil er will!

Hier seine Noten (Bestnote ist 10, ab 7 ist bestanden):
Contabilidad (Buchführung): 8,1
Historia Económica (Wirtschaftsgeschichte): 7,4 beim zweiten Versuch
Instroducción a la Economía (Einführung in die Wirtschaft): 8,3
Lenguaje/Literatura (Sprache/Literatur): 7,5
Matemática (Wirtschaftsmathematik): 7 beim zweiten Versuch

Ayampaco
Ayampaco am Feuer

Ich finde das wirklich eine sehr gute Leistung! Zwischen den Semestern ist er mit seinem Semester auf Kursfahrt gefahren, nach Sucua. Das ist etwas südlich von Macas. Dort haben sie Sport gemacht, zusammen gegrillt und Ayampaco gemacht, ein traditionelles Gericht aus dem Amazonasgebiet. Das ist Fleisch oder Fisch mit Palmherzen oder einem sehr aromatischen Blatt "hoja santamaria" in einem Palmblatt am Feuer gegart. Übrigens sehr lecker, wenn man unempfindlich gegenüber Hühnereingeweiden und Ähnlichem ist.

Ansonsten gibt es zu berichten, dass Clemente sein Zimmer wechseln musste. In seinem alten Zimmer ist Feuchtigkeit eingedrungen und so sind seine Sachen geschimmelt. Er hat sich ein neues Zimmer zur gleichen Miete gesucht. Jedoch will die neue Besitzerin nicht, dass er seine Elektrokochplatten nutzt. Entweder er zahle zehn Dollar monatlich mehr für den Strom oder kaufe ihr einen gebrauchen Gasherd ab. Clemente und ich haben zusammen durchgerechnet: Der Gasherd ist auf Dauer günstiger. Das waren dann natürlich trotzdem 80 Dollar extra.

Dieses Semester wird ihm wohl hauptsächlich der Englisch-Unterricht zu schaffen machen. Meine Mitfreiwillige war schließlich früher für seinen Englischunterricht in der Schule zuständig und daher weiß ich: Es ging so gut wie nie über "Hello, how are you?" hinaus. Trotz Zweisprachigkeit (Spanisch und Shuar) haben unsere Schüler extreme Probleme mit dem Englischen gehabt. Wir können Clemente also nur Glück wünschen! Eine Kommilitonin, die gut Englisch kann, hilft ihm wohl ab und zu.


Weihnachten im Amazonas

Blogeintrag vom 10.12.13

Hier in Deutschland heißt es grade für mich „Klausurphase“ und das Projekt schläft dementsprechend etwas. Dennoch: Clemente braucht jeden Monat Unterstützung. Unsere Abmachung lautet also, dass er im Dezember die Studiengebühren und die Miete für sein Zimmer von uns Spendern bekommt. Für Essen und weitere Kosten wird er erstmal selbst aufkommen müssen.

Clemente am Flufhafen in Macas auf dem Weg nach Taisha
Clemente am Flufhafen in Macas auf dem Weg nach Taisha

Western Union schenkt uns einmal eine gebührenfreie Transaktion, da es ein paar Probleme gab. Um das auszunutzen, werde ich Clemente die Unterstützung für Dezember und November auf einmal schicken. Die Idee für die Zukunft ist es, ihm die Kreditkarte für das DKB-Spendenkonto zu schicken, da er in Ecuador kostenlos Geld abheben kann. Ich hätte weiterhin hier die Kontrolle über das Konto im OnlineBanking. Danke an meinen Kommilitonen für diese gute Idee! Nur wie kommt die Karte sicher zu ihm...? Das wird die nächste Aufgabe für mich sein.

In dieser Zeit wird auch Clemente erst einmal Ferien haben und seine Familie in Taisha besuchen. Wir wünschen ihm frohe Weihnachten und eine wunderschöne Zeit mit seiner Familie. Vielleicht bringt er ja ein paar Fotos mit und kann uns berichten, wie Weihnachten mitten im Amazonas so abläuft.


Gute Noten im November

Blogeintrag vom 07.11.13

Wie schön, noch mal mit Clemente zu quatschen und die freudige Nachricht zu hören: Das Studium fällt ihm leichter und mit der Dozentin für Wirtschaftsgeschichte aus Spanien kommt er auch besser klar. Die ist wohl recht streng und redet schnell. Jetzt hat er in einem Referat die Note 9 bekommen (10 ist das Beste) also wirklich SUPER! Herzlichen Glückwunsch!! Er beschäftigt sich grade mit ähnlichen Themen wie wir: Mit Namen wie Adam Smith oder Meynard Keynes... und der Wirtschaft Europas. Ich würde so gerne mal dabei sein!

Das soweit zu ihm. Hier läuft es grade etwas schleppend. Ich habe wenig Zeit mich mit dem Projekt zu beschäftigen, dabei brauche ich DRINGEND noch ein paar Unterstützer. Jede Hilfe ist willkommen, jeder Euro, jeder Cent und vor allem jede Werbung!!! Dafür verteile ich grade Visitenkärtchen in alle Winde (siehe Bild oben).

Außerdem überlege ich, das Projekt auf www.betterplace.org vorzustellen und eine Kommentarfunktion hier auf der webseite einzubauen. Wie man sieht: noch viel zu tun... lohnt sich!